Claudia Szczesny-Friedmann

Claudia Szczesny-Friedmann

hat Psychologie, Soziologie und Philosophie studiert und arbeitet als Journalistin und Autorin.

Sie hat viele Jahre für die Redaktionen „Wissenschaft“ und „Kulturkritik“ des Bayerischen Rundfunks geschrieben und folgende Sachbücher zum Thema Psychologie veröffentlicht: „Du machst mich noch verrückt. Psychoterror in Beziehungen“ (Reinbek, 1999); „Die neue Großfamilie. Notlösung oder Zukunftsmodell“ (Reinbek, 1996); „Die kühle Gesellschaft. Von der Unmöglichkeit der Nähe“ (München, 1994 und 1991). Außerdem sind von ihr die Romane „Was im Sommer geschah“ (München, 2001) und unter dem Namen Claudia Mann, zusammen mit Claudia Kaufmann, „Männer al dente“ (München, 1998) erschienen.

Hierin geht es um Antworten auf die Frage, warum manche Menschen mehr Selbstvertrauen als andere und demzufolge mehr Glück und Erfolg im Leben haben. Ein guter Teil sind Gene und frühe Umwelt, die uns zu dem machen, der wir sind.

Aber wir können verstehen lernen, was genau uns prägt und wie wir eine mögliche Einseitigkeit ausgleichen können. Denn es steht uns immer offen, uns zu verändern, indem wir neue Erfahrungen suchen und zulassen.

Claudia Szczesny-Friedmann stellt in diesem Buch hierfür konkrete Handlungsvorschläge vor, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Alltagsbeobachtungen, aus denen die Autorin spannende Konsequenzen zieht.

„Von unseren mitmenschlichen Beziehungen hängen ganz wesentlich Gesundheit und Erfolg im Leben ab. Unsere Mitmenschen können uns unterstützen und fördern, aber auch behindern, einschränken und ausbeuten.”

Je tragfähiger das soziale Netz ist, in dessen Mittelpunkt wir leben, desto höher ist unsere Lebenserwartung, desto besser ist unser Gesundheitszustand, desto eher erholen wir uns von Krankheiten und Krisen, und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, seelisch zu erkranken.

Es gibt aber auch Menschen, die uns derart unter Druck zu setzen verstehen, dass wir davon regelrecht krank werden oder seelische Störungen entwickeln.

Sigmund Freud hat schon 1930 festgestellt, dass uns die Erziehung nicht auf die unangenehmen Situationen im Miteinander vorbereitet, die uns im Leben begegnen können. So schreibt er in Das Unbehagen in der Kultur:

„Dass sie dem jugendlichen Menschen verheimlicht, welche Rolle die Sexualität in seinem Leben spielen wird, ist nicht der einzige Vorwurf, den man gegen die Erziehung erheben muss. Sie sündigt außerdem darin, dass sie ihn nicht auf die Aggression vorbereitet, deren Objekt er zu werden bestimmt ist. Indem sie die Jugend mit so unrichtiger psychologischer Orintierung ins Leben entlässt, benimmt sich die Erziehung nicht anders, als wenn man Leute, die auf eine Polarexpedition gehen, mit Sommerkleidern und Karten der oberitalienischen Seen ausrüsten würde.“

Zum Glück hat uns die Evolution mit einem Set von Strategien ausgestattet, die uns helfen sollen, in der sozialen Welt zu bestehen. Wir verfügen über Verhaltensprogramme für Kooperation auf der einen Seite und Konkurrenz in Form von kämpferischer Auseinandersetzung oder als Wettbewerb um Prestige und Anerkennung auf der anderen Seite. Letztere Ausprägung ist die Voraussetzung für alle technischen und kulturellen Errungenschaften der Menschheit. Anlage und Erziehung können beim Einzelnen dazu führen, dass er auf ein bestimmtes Verhalten festgelegt ist. „Tauben“ sind vorzugsweise kooperativ eingestellt und neigen zu Vorsicht und Rücksicht, auch da, wo dies nicht geboten scheint. „Falken“ sind auf Kampf eingestellt und versuchen auch dann ihre Interessen durchzusetzen, wenn ihnen dies schadet.

“Am aussichtsreichsten ist es”, so die Erkenntnisse der Autorin, “wenn man die Verhaltensprogramme, die sich im Laufe der Menschheitsgeschichte herausgebildet haben, flexibel und den jeweiligen Umständen angepasst einsetzen kann.”

Die gute Nachricht: Jeder selbst hat es in der Hand



Im Scoventa Verlag erschienen:

Johnson_Ideen
Unser Erfolg im Leben hängt wesentlich von unseren Beziehungen zu anderen Menschen ab. Deshalb hat uns die Evolution mit einem Bündel von Strategien ausgestattet, mit denen wir in der sozialen Welt bestehen können – Verhaltensprogramme für Kooperation und Konkurenz.